Medienmitteilung von INSOS Zürich

Die COVID-19-Pandemie stellt auch für die Institutionen für Menschen mit Behinderung eine grosse Herausforderung dar. Die Mitglieder von INSOS Zürich leisten unaufgeregt und mit unermüdlichem Engagement einen ausserordentlichen Beitrag in diesen schwierigen Zeiten. Ihnen gebührt ebenfalls ein grosser Applaus.

Die am 2. April 2020 von INSOS Zürich publizierte Medienmitteilung zielte darauf ab, sowohl auf die Leistungen und Herausforderungen in unserer Branche im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie hinzuweisen, als auch eine Anerkennung für die Institutionen für Menschen mit Behinderung auszusprechen, die insbesondere in diesen schwierigen Zeiten einen ausserordentlich guten Job machen. Vielen herzlichen Dank!

 

COVID-19 – Betreuungsarbeit in Zeiten von „sozialer Distanz“: Ein grosser Kraftakt auch für Institutionen für Menschen mit Behinderung

Die COVID-19-Pandemie stellt auch für die Institutionen für Menschen mit Behinderung eine grosse Herausforderung dar. Die Mitglieder von INSOS Zürich leisten unaufgeregt und mit unermüdlichem Engagement einen ausserordentlichen Beitrag in diesen schwierigen Zeiten. Ihnen gebührt ebenfalls ein grosser Applaus.

Den ganz gewöhnlichen Alltag gibt es auch in den Institutionen für Menschen mit Behinderung nicht mehr, weder im Wohn-, Tagesstätten-, Arbeits- noch im Ausbildungsbereich. Der Schutz vor dem Coronavirus und die dafür erforderlichen Schutzmassnahmen überdecken alles. Risikogruppen wurden schon früh von den anderen getrennt und werden separat betreut. Besuche von aussen sind stark beschränkt oder nicht mehr erlaubt. Dabei ist nicht für alle Bewohner/-innen nachvollziehbar, warum sie so oft die Hände waschen sollen oder auf Abstand zu ihren Mitbewohnenden, Betreuungspersonen oder Angehörigen gehen sollen. Hier ist verständnisvolle Ausdauer der Fachpersonen gefragt.

Im Arbeits- und Ausbildungsbereich schlägt der Virus zum Teil voll durch. Betriebe mussten schliessen, bei anderen brechen die Aufträge ein oder die Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung fehlen, weil sie zur Risikogruppe gehören. Für die Lernenden müssen Sondersettings entwickelt werden. Auch sie sollen im Sommer den Lehrabschluss machen können. Trotz angespannter Auftrags- und Finanzlage und neu strukturiertem Alltag, trotz Ängsten und Verunsicherung und vielen offenen Fragen müssen die Institutionen die professionelle Betreuung ihrer Klienten und Klientinnen aufrechterhalten, selbst aus der Ferne per Telefon oder Videochat.

Auch die Institutionen für Menschen mit Behinderung sind auf notwendige Ausrüstung wie Masken, Schutzanzüge und Desinfektionsmittel angewiesen. Und die Betreuungspersonen müssen sich bei Bedarf testen lassen können. Von den Mitarbeitenden werden eine enorm hohe Flexibilität und eine zusätzliche Einsatzbereitschaft gefordert. Denn Ausfälle in ihren Reihen müssen kompensiert werden. Trotz erhöhter Belastung wird die Arbeit überaus engagiert und mit erstaunlicher Zuversicht und Gelassenheit geleistet.

INSOS Zürich findet, dass auch Institutionen für Menschen mit Behinderung für ihre grossartige Arbeit ein spezielles Dankeschön verdient haben. Sie leisten täglich 7 mal 24 Stunden einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag. INSOS Zürich bedankt sich auch beim Kanton und dem Kantonalen Sozialamt Zürich für die angebotene und geleistete grosse Unterstützung.

 

INSOS Zürich vertritt als kantonaler Branchenverband die Interessen von über 90 Trägerschaften mit rund 11‘000 Wohn-, Arbeits-, Beschäftigungs- und Ausbildungsplätzen für Menschen mit Behinderung.

 

Kontakt für Medien

Jolanda Lötscher, Geschäftsführerin INSOS Zürich, 055 240 26 66, jolanda.loetscher@insos-zh.ch und Daniel Frei, Präsident INSOS Zürich, 079 482 44 03, praesidium@insos-zh.ch.

nach oben